Be smart - use smart.fm
Wie ihr natürlich wisst, teile ich gern meine Internet Funde bezüglich des lernens, bevorzugt japanisch, mit euch.
Seit einiger Zeit benutze ich nun schon diese Online Software und ich muss sagen, sie gefällt mir wesentlich besser als anki, welches ich nur noch zum wiederholen der Kana benutze.
Das ganze ist recht einfach erklärt.
smart.fm funktioniert in gewisser Weise so wie anki. Es gibt viele vorgefertigte Listen in der Datenbank die man benutzen kann. Also quasi ein Satz Karteikarten.
Allerdings werden diese Karteikarten nicht umsortiert wann sie das nächste mal angezeigt werden. Sondern es kann immer wieder passieren. Jederzeit.
Allerdings empfiehlt uns das Programm, wann wir eine bestimmte Liste erneut bearbeiten sollten, wenn wir sie durchgearbeitet haben.
Da ich es nur zum japanisch lernen benutze, erläutere ich das ganze auch am Beispiel meiner Listen.
Eine Userin hat zum Beispiel die Vokabeln aus dem Genki Lehrbuch in so eine Liste eingearbeitet und extra Listen zum Kanji lernen gemacht.
Das hätte ich auch mit anki haben können, aber hier kommt der Clou!
Das ganze beginnt ganz anders als bei anki.
Man wählt zunächst über die Website eine der Listen aus die man lernen möchte. Dann erscheint ein neues Fenster mit der Lern-Software. Hier wählt man nun aus ob man nur 5 oder 10 Wörter lernen will. Die Auswahl aus der Datenbank der Liste ist dabei zufällig, wobei Wörter die man noch nicht hatte Vorrang haben.
Neue Wörter, die man bisher noch nicht hatte, werden zuerst komplett angezeigt. Schreibweise in Kana, Schreibweise mit Kanji (wenn das Wort welche hat) und die englische Übersetzung. Doch nicht nur das. Die Genki Listen die ich benutze haben auch Sprachausgabe. Das japanische Wort wird von einer Japanerin/einem Japaner jedesmal vorgelesen. So kann man sich auch gleich die Aussprache merken.
Für Wörter die mit Kanji geschrieben werden, kann man sich die Strichfolge der einzelnen Kanji anzeigen lassen.
Wenn man sich das Wort gemerkt hat gehts weiter. Hat man alle neuen Wörter durch, geht der Spass nun richtig los.
Zunächst wird für jedes Wort im Kana Modus nach der Übersetzung gefragt. Das Programm fragt uns ob wir das Wort kennen. Ja, Nein, Vielleicht.
Wählen wir ja, kommen wir zu einer Auswahl und müssen diese unter Zeitdruck auswählen. Ja es gibt ein Zeitlimit.
Haben wir uns nicht entscheiden können oder das falsche Ausgewählt, bekommen wir die Karteikarte erneut zu Gesicht um das Wort nochmal zu lernen.
Wählen wir von vornherein “Nein” aus, gehts auch direkt zurück zu der Karteikarte dieses Wortes.
Haben wir nun alle Wörter im Kana Modus durch, bekommen wir den selben Modus nochmal, diesmal aber für Wörter die ein oder mehrere Kanji haben. Auch hier wieder gleiche Auswahlmöglichkeiten und Spielregeln.
Der nächste Schritt der Abfragung ist ein Übersetzen von englisch nach japanisch. Diesmal bekommen wir das Englische Wort und dürfen uns für eines der Beispiele entscheiden die auf japanisch geschrieben sind.
Auch hier kommen wir wieder zurück zur Karteikarte wenn wir das ganze falsch beantworten oder zu langsam sind.
Wenn man möchte, kann man sich auch Beispielsätze anhören um das ganze vielleicht besser in den Kopf zu bekommen.
Der letzte Punkt ist ein Lesen/Schreiben Test. Wir bekommen ein Wort vorgesetzt in seiner englischen Übersetzung und müssen das Wort nun selber schreiben. Wenn man etwas selbst macht, dann verankert es sich meiner Meinung nach besser im Gedächtnis als wenn man es nur ein paar mal liest. “Learning by doing” heißt das Sprichwort schließlich.
Bei dieser Teilaufgabe kann es natürlich auch vorkommen, dass wir das japanische Wort in seiner Kanji Form bekommen und dann die Kana-Schreibweise herausfinden müssen.
smart.fm hat darüber hinaus noch zwei weitere Lernmethoden. Das ist einmal “BrainSpeed”. Hier bekommt man ein Wort und man muss so schnell es geht die Übersetzung aus 2 Beispielen herausfinden. Das ganze ist mehr ein kleines Spiel um Highscores.
Die andere Lernmethode ist die Hörverständnis Methode. Das Programm spricht mit uns und wir müssen in Lückentext Manier den gesprochenen Text schriftlich wiedergeben. Ein sehr gutes Zusatztool, vorallem wenn man für den JLPT lernt der auch Hörverständnis voraussetzt.
Pro Tag darf man eine Liste nur begrenzt abarbeiten. Das ist durchaus sinnvoll, denn ersetzt smart.fm nicht das arbeiten mit Lehrbüchern. smart.fm kann uns helfen Vokabeln besser und leichter zu lernen oder das Hörverständniss zu schulen. Aber für Grammatik bringt uns die Seite leider nichts. Aber das macht die Seite nicht schlechter.
Denn das was der User hier gratis geboten bekommt ist mehr als ausreichend um das eigene lernen voranzutreiben.
Dabei ist die Software nicht nur auf japanisch begrenzt. Denn wer eine bestimmte Liste nicht findet, kann selbst eine erstellen und sie für zukünftig interessierte Lernenden bereitstellen.
Riskiert also einmal einen Blick und wenn ihr wollt könnte ihr die pageinterne Tour auf englisch reinziehen, falls ich euch nicht genau genug war.

